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Was bedeutet Astrologie


Astrologie ist die Lehre mit der symbolischen Bedeutung der Sterne und Himmelskörper für das Geschehen auf der Erde.

Aus dem Griechischen abgeleitet bedeutet astron gleich Stern und logos soviel wie Geist, Vernunft, Sinn, Lehre.

*Wie oben, so unten* ist das Prinzip seit jeher, das der Astrologie zugrundeliegt.

Schon vor Jahrtausenden beobachteten die Menschen die Bewegung der Gestirne am Himmel und fanden Parallelen zu den Geschehnissen auf der Erde.

26 % der bundesdeutschen Bürger glauben, "das Sternzeichen bzw. das Geburtshoroskop eines Menschen" habe einen "Einfluß auf den Verlauf des Lebens".

Welche Gestirne relevant sein sollen und welche Bedeutung sie im einzelnen haben, ist unter Astrologen ebenso umstritten wie die Frage, welche irdischen Erscheinungen nun betroffen sein sollen: Horoskope werden nicht nur für Menschen erstellt, sondern auch für Staaten, Firmen, Haustiere, Autos, Börsenkurse und vieles andere mehr.

Die Astrologie hat gemeinsame Wurzeln mit der Astronomie, die in der Himmelsbeobachtung liegen. Unterschiede liegen in der Deutung der Himmelskörper für den Menschen; in vielen Kulturen lässt sich feststellen, dass astronomische Erscheinungen über die rein wissenschaftliche Beobachtung hinaus bis heute eine Faszination auf den Menschen ausüben.

Aus wissenschaftlicher Sicht wird die Astrologie der Neuzeit je nach Herangehensweise zu den Para Pseudowissenschaften gezählt. Astrologen erkennen ihrerseits die wiessentschaftiche Methode und die Erkenntnisse der Naturwissenschaften nur dort an, wo sie nicht im Widerspruch zur Astrologie stehen; die mangelnde Zuständigkeit von Physik und Astronomie begründen sie z.B. damit, dass die Ableitung astrologischer Aussagen auf symbolischer Ebene erfolge.

 

Die Geschichte der Astrologie

Schon immer waren die Menschen daran interessiert, die Bewegungen der Planeten zu beobachten, ihre Beobachtungen festzuhalten und mit den Ereignissen auf der Erde in Verbindung zu bringen.

Wo und vor allem in welcher Zeit die Wiege der Astrologie stand, bleibt bis in die heutige Zeit ein Geheimnis.

Fakt aber ist, dass sich die Menschen schon seit Jahrtausenden mit den astrologischen Wissenschaften beschäftigen.

 

Im Folgenden ein paar zeitlich belegte Daten und Informationen.


Die archäologischen Funde von Knochenplatten, die aus dem Jahre 32000 vor Christus stammen, enthielten eingeritzte Kerben und Symbole die eindeutig als die Mondzyklen entschlüsselt wurden.


Die so genannten Astrallehrer der Sumerer verfügten bereits um 2620 vor Christus über einen Tierkreis mit zwölf Tierkreiszeichen und grobe Deutungen der nahen Planeten bis hin zum Jupiter. Und das obwohl es erst um das Jahr 2600 vor Christus erste Aufzeichnungen eines geordneten Sechser- und Zwölfer- Zahlensystems und die ersten Kalendereinteilungen gegeben haben soll.


Babylon im Jahre 600 vor Christus- Die Chaldäer machten als erster genauere Berechnungen und Vorhersagen zum Stand der Planeten. Dies war die erste astronomische Wissenschaft, die die Chaldäer zur Blüte trugen. Der babylonische oder chaldäische Kalender umfasste 354 Tage und zwölf Monate mit jeweils 29 oder 30 tagen.


Um das Jahr 300 vor Christus gelangte die Astrologie von Babylon nach Griechenland und wurde mit der Lehre von den vier Ur- Elementen (Feuer, Erde, Luft und Wasser) verbunden.


Die babylonische Astrologie machten sich die Ägypter um 200 vor Christus zu Eigen und zur gleichen Zeit entwickelte sich nach Aristoteles, Plato und Phytagoras die hellistische Astrologie. Die Wissenschaftler der damaligen Zeit entnehmen aus dem stoischen Weltbild die zwangsläufige Vorhersehbarkeit von allem Zukünftigen. Der Gedanke an das unvermeidbare Schicksal deckte sich auch mit der ägyptischen Astrologie und deren prognostischem Ansatz.


Der Ägypter Hippach definierte um ca. 125 Jahre vor Christus die Präzession des Erdachswinkels. 600 Jahre zuvor hatten dies die Chaldäer zwar schon erkannt, konnten dies aber nicht berechnen. Zu dieser Zeit stimmten der Tierkreis und die Sternbilder noch überein, jedoch durch die Neigung der Erdachse verschiebt sich die relative Stellung des Tierkreises zum Firmament in 26000 Jahren durch den gesamten Tierkreis. Beim Firmament handelt es sich schließlich um Fixsterne.


Eine Saturn- Jupiter Konjunktion im Jahre 7 vor Christus verstärkte sich der Messiasglaube und wird als regionaler Hinweis auf Palästina verstanden (Stern von Bethlehem). Das Wahrscheinliche Geburtsjahr von Jesus Christus wird von der heutigen Wissenschaft auch auf das Jahr 7 vor Christus gelegt.


Die wissenschaftliche Begründung der Astrologie unternahm Ptolemäus im Jahre 178 nach Christus, jedoch immer noch auf der Basis des geozentrischen Weltbildes.

Die Lehre der Astrologie kam im 13. Jahrhundert über Arabien und Ägypten nach Europa. Hier ein kleines Gedicht vom persischen Sufi Mewlana Dschelal ed din Rumi aus dem Jahre 1268: >> Die ganze Welt ist ein Trugbild! Der Stern, dem jeder Mensch anheimgegeben, bestimmt sein Tun, beherrscht sein ganzes Leben! Steht Venus in dem Horoskop, so neigen die Sinne sich zum Spiel und Lieb und Reigen! Steht Mars in ihm, so durstet heiß nach Blut der Menschen und sucht Streit und Kampfesglut! 

Doch ob den Sternen and`re Sterne bünken, die nicht verbrennen, nicht vergehn und sinken:<<

Im Jahre 1453 griff die Astrologie mit dem Humanismus weiter Raum.

Durch seine astronomischen Forschungen begründete Kopernikus im Jahre 1514 das heliozentrische Weltbild, was zur Trennung von Astrologie und Astronomie führte.

Das rein astrologische Werk mit dem Titel >>Große Astronomie<<, schrieb Paracelsus im Jahre 1537.


Der große Nostradamus veröffentlichte im Jahr 1555 seine astrologischen Vorhersagen. Er sagte unter anderem auch das Ende der katholischen Kirche voraus. Sein Sohn wurde 1557 hingerichtet. Dieser hatte einen Stadtbrand selbst gelegt, den sein Vater Vorhergesagt hatte.

Der Lehrer von Johannes Keppler, Tycho Brahe, ermittelte im Jahr 1574 zwar genauere Planetenbahnen um die Sonne, sah diese jedoch um die Erde kreisen. Somit verwarf er Kopeniskus`Heliozentrik, und die geozentrische Weltbetrachtung erlebte für kurze Zeit eine Renaissance.

Johannes Keppler wurde im Jahr 1601 kaiserlicher Astrologe. Die Entdeckung der Fallgesetze bejubelte im selben Jahr sein Freund Galileo Galilei- welche er aber erst im Jahr 1609, nach abschließenden Forschungen, Formulierte.


Jean- Babtiste de Villefranche, der französische Astrologe, wurde im Jahre 1630 Professor für Mathematik und Astrologie. Im Jahre 1661 verfasste er seine >>Astrologia Gallica<<.

Ein astrologisch ermittelter >>Ewiger Kalender<< wurde im Jahre 1634 ermittelt.

Die Ringe des Saturns wurden im Jahre 1657 vom Wissenschaftler Huygens entdeckt.


Der Astronom John Flammsteed glaubte im Jahre 1690, einen Fixstern entdeckt zu haben. Diesen erkannte jedoch unabhängig voneinander die Astronomen Le Verier und Adams als Neptun.

Im Jahre 1697 wurde die Astrologie als Lehrfach an den Universitäten abgeschafft.

Astrologische Wettervorhersagen gibt es erstmals im Jahr 1701.

 

Jahr 1746- die Astrologie wird in intellektuellen Kreisen immer mehr verpönt und als Aberglaube abgetan.

Mit einem Spiegelteleskop entdeckte der Astronom Wilhelm Herrschel im Jahre 1781 den Planet Uranus. Uranus wurde während der französischen Revolution entdeckt, was sich auch in der Natur des entdeckten Planeten widerspiegelt.

 


Um das Jahr 1800 gilt das Häusersystem von Placido de Titi als Standard. Bis heute arbeiten viele deutsche Astrologen nach diesem System der Häusereinteilung.

John Adams, der junge Astronom, entdeckte und berechnete im Jahr 1846 Unregelmäßigkeiten in der Umlaufbahn von Uranus und vermutete deshalb Gravitationsstörungen durch einen weiteren Planeten, der noch nicht entdeckt war. Er fand jedoch unter den arrivierten Astronomen kein gehör für seine Berechnungen, der jenen unbekannten Planten ziemlich genau platzierte. Am 23. September 1846 entdeckte der deutsche Astronom Johann Galle, nur ein Grad den Berechnungen Adams entfernt, den Planet Neptun.

Alferd Witte gründete 1925 die >>Hamburger Astrologenschule<<. Die Berechnung fiktiver Punkte im Horoskop, die so genannten Transneptuner oder transneptunische Planeten, sind die Merkmale dieser Hamburger Methode.

Der Planet Pluto wurde im März 1930 vom amerikanischen Astronom Olyde Tombaugh entdeckt. Pluto war zu diesem Zeitpunkt schon auf vorhandenen Aufnahmen des Observatoriums in Flagstaff/Arizona zu sehen.

 

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