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Hintergrund zum chinesischen Horoskop

Es gibt viele Mythen über die Entstehung des chinesischen Horoskops, die wohl bekannteste ist diese:

Buddha wollte den Neujahrstag im Kreise von Tieren verbringen und lud alle zu einem Fest ein. Doch nur zwölf kamen: Als erster wäre eigentlich der Büffel/Ochse eingetroffen, doch die Ratte ritt auf seinem Rücken mit, sprang im letzten Augenblick ab und wurde somit Siegerin im Rennen zu Buddha. Buddha belohnte die zwölf Tiere, die ihm ihre Treue bewiesen hatten, in der Reihenfolge ihres Eintreffens: Er übertrug jedem von ihnen die Regentschaft für ein Jahr.
 
In der nächsten Erzählung geht es darum, dass der Jade-König Unterhaltung und Gesellschaft suchte und deshalb zwölf Tiere einlud. Die Ratte war beauftragt, eine Einladung an die Katze weiterzureichen, was sie jedoch aus verständlichen Gründen unterließ. Die Diener, erschreckt darüber, dass nur elf statt der befohlenen zwölf Tiere anwesend waren, machten sich sofort auf den Weg, um Ersatz zu suchen, und begegneten als erstes einem Mann mit einem Schwein.

 

Die chinesische Astrologie  ( chin. 占星術 zhānxīngshù = Kunst des Sternenwahrsagens) steht in engem Zusammenhang mit der chinesischen Naturphilosophie und dem chinesischen Kalender, besonders die im Zwölfjahresrhythmus wechselnden Tierkreiszeichen (Zodiak), die keine Beziehung zum westlichen Tierkreis haben.

Die alten chinesischen Astronomen benannten die fünf ihnen bekannten Planeten nach den fünf Elementen. Die Venus heißt Metallstern, Jupiter Holzstern, Merkur Wasserstern, Mars Feuerstern und Saturn Erdstern. Diese Bezeichnungen finden sich heute noch in den japanischen und koreanischen Namen für die Wochentage.

Die 28 Sternbilder xiù 宿 unterscheiden sich grundliegend von den 88 Sternbildern des Abendlandes. So heißt das Sternbild des Großen Bären (Ursa Major) 斗 dǒu = Schöpfkelle.

Da im antiken China nach dem Mondkalender gerechnet wurde, kommt es, dass das neue Jahr nicht wie bei uns am 1. Januar beginnt, sondern zwischen Ende Januar und Mitte Februar.

Die zwölf im Jahresrhythmus wechselnden Sternzeichen (12Erdzweige) des chinesischen Kalenders und die ihnen zugeordneten Charaktereigenschaften sind:

  1. :        Ratte         (鼠 shŭ)    angriffslustig
  2. chŏu:   Büffel         (牛 niú)     sanft
  3. yín:     Tiger          (虎 )      verwegen
  4. măo:   Hase          (兔 )       gutmütig
  5. chén:   Drache      (龍 lóng)    geistreich
  6. :        Schlange   (蛇 shé)     schlau
  7. :      Pferd         (馬 )     ungeduldig
  8. wèi:     Schaf         (羊 yángartig
  9. shēn:   Affe           (猴 hóu)     unbeständig
  10. yŏu:    Hahn         (鷄 )         stolz
  11. :      Hund         (狗 gŏu)     treu
  12. hài:     Schwein     (猪 zhū)     ehrlich

Die Nomenklatur ist regional nicht einheitlich, so haben in Südostasien die Tierzeichen andere Namen; aus dem Hasen wird die Katze, aus der Ratte eine Maus, aus dem Schaf eine Ziege und aus dem Schwein ein Wildschwein.

 

Die koreanische Jahres- und Zeiteinteilung basiert auf dem Kanji-System. Kanji ist die Abkürzung von Chonkan und Jiji. Während Jiji 12 Zeichen umfasst, gibt es bei Chonkan nur 10 Zeichen, die der Reihe nach miteinander kombiniert werden und Yin und Yang symbolisieren. Diese Kombinationen symbolisieren somit ein Jahr, wurden alle Zeichen einmal miteinander kombiniert, erhält man einen Jahreszyklus von 60 Jahren, daher ist auch der 60. Geburtstag für einen Asiaten einer der wichtigsten Feiertage in seinem Leben.

Das Kanji - System, ein wichtiger Bestandteil im Leben der Koreaner, wurde zur Zeit des Shilla - Königreiches eingeführt. Auch in China verwendete man, um Glück und Unglück im täglichen Leben vorhersagen zu können, auch diese Zeiteinteilung.
 
Den Chonkan - Zeichen werden die fünf Farben blau, rot, gelb, weiß und schwarz zugeordnet. Den Jiji - Zeichen die Tiere: Ratte, Ochse, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Schaf, Affe, Huhn, Hund und Schwein zugeordnet werden. Auch die Zeiten werden nach den Jiji-Zeichen unterteilt. Da der Tag jedoch  24 Stunden hat und es nur 12 Jiji-Zeichen gibt, gilt ein Zeichen jeweils für zwei Stunden. Dieses Zwei-Stundenintervall wechselt jeweils zwischen Yin und Yang ( weiblich und männlich) und lässt sich wie folgt tabellarisch darstellen: 

 

 Die 10 Zeichen des Chonkans

 Die 10 Zeichen des Jiji

Kap       (blau) Ja        Ratte        (23:00-0:59 Uhr, Yang)
Uel        (blau)    Chuk    Ochse       (1:00-2:59 Uhr, Yin)
Byeong   (rot)     In       Tiger         (3:00-4:59 Uhr, Yang)
Jeong     (rot)  Myo      Hase        (5:00-6:59 Uhr, Yin)
Mu         (gelb)   Jin        Drache      (7:00-8:59 Uhr, Yang)
Ki          (gelb)      Sa        Schlange    (9:00-10:59 Uhr, Yin)
Kyeong   (weiß)      Oh        Pferd        (11:00-12:59 Uhr, Yang)
Shin       (weiß)   Mi         Schaf       (13:00-14:59 Uhr, Yin)
Im         (schwarz)      Shin       Affe        (15:00-16:59 Uhr, Yang)
Kye       (schwarz)     Yu         Huhn       (17:00-18:59 Uhr, Yin)
Kap       (blau) Sul        Hund       (19:00-20:59 Uhr, Yang)
Uel        (blau)  Hae       Schwein   (21:00-22:59 Uhr, Yin)

Diese Zeichen werden nun der Reihe nach kombiniert, angefangen mit Kap-Ja (blaue Ratte), Uel-Chuk (blauer Ochse) usw. Nach 60 Mal gelangt man wieder an den Anfang Kap-Ja.

 
Die Wirkung der fünf Elemente

Im Gegensatz zur abendländischen Astrologie, in denen es nur die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft gibt, hat das Chinesische gleich fünf Elemente:

 

Diese werden im 60-Jahres-Rhythmus gleichen Tierzeichen zu geordnet. Wem das zu kompliziert zu errechnen ist, dem sei hier eine Hilfe gegeben:

 

  • Wasser:    wenn die letzte Ziffer des Geburtsjahres eine 1 oder eine 6 ist
  • Feuer:      bei den Endziffern 2 und 7 
  • Holz:        bei den Endziffern 3 und 8
  • Metall:      Endziffern 4 und 9
  • Erde:        Endziffern 5 und 0

 

Den Elementen werden verschiedene Eigenschaften zugeschrieben.

So läßt das Element Wasser vom Glück und der Liebe träumen und schenkt schöne Stunden. Wassermenschen sind gewöhnlich sehr kreativ. Hier finden wir Mitgefühl und Verständnis, was die schärferen Eigenschaften jedes Zeichens abmildert und Freundlichkeit stärker durchscheinen läßt. Es steht aber auch für den Hang zu Illusionen und für wenig Realitätssinn.

Feuer schildert den feurigen Typ, fördert die dynamische Wesensqualität, der mit viel Kraft seine Karriere ansteuert. Er ist zielstrebig und selten von irgendeinem Handlungskurs abzubringen, für den er sich entschieden hat. Er neigt zu Arroganz und Herrschsucht. Er wird sogar versuchen, Menschen zu unterdrücken.

Holztypen sind friedliche Menschen. Sie sorgen sich sehr um andere. Wärme, Großzügigkeit und kooperative Einstellungen zeichnen Holztypen aus. Sie wollen allen Menschen Gutes tun - manchmal scheitern sie aber gerade deshalb. Schließlich reicht nicht nur der gute Wille, um ein gestecktes Ziel zu erreichen.

Metall steht für Härte und Risikofreude. Diese Menschen wollen stets das Beste, sie verteidigen jeden, der Gefahr läuft, am Leben zu scheitern. Es fördert aber auch eine unbeugsame Natur, die sowohl an sich selbst auch an andere Menschen zusätzliche Anforderungen stellt. Große Charakterstärke zeichnet diese Menschen aus.

Und last but not least das Element Erde: es ist versinnbildlicht das Streben nach hohen Idealen. Die in diesem Jahr Geborenen zeichnen sich durch Redlichkeit und ein starkes Selbstbewußtsein aus. Sie können aber andererseits auch unglaublich stur einen Standpunkt behaupten, sie wollen ihre Meinung immer und überall durchsetzen und andere Meinungen unterdrücken.

Die Berücksichtigung dieser Elemente läßt eine außerordentliche Verfeinerung eines Charakterbildes zu.

 

Das Dunkle und das Helle  (Yin(g) und Yang)

Seit dem fünften Jahrhundert vor Christi Geburt wurden das Yin(g) und Yang in die chinesische Philosophie, aber auch vor allem in der westlichen Astrologie, eingebunden.
Dem Yin(g) (das Dunkle) das Weibliche, die Nachgiebigkeit, die Erde zu, die in China als Jammertal galt, aus dem man am Lebensende dann endlich befreit werden konnte.
Dem Yang (das Helle) entsprach das Männliche, Stärke und Himmel.

Yin(g) und Yang sind die ständig rotierenden Kräfte im Leben eines jeden Menschen. Jeder trägt beide Pole in sich, von dem einen mehr, vom anderen weniger. Den verschiedenen Tierzeichen werden verschieden große Anteile an Yin und Yang zugeordnet.

So tendieren zu Yin(g) die Menschen aus den Zeichen Ratte, Büffel, Hase, Hund. Diese Menschen haben meist eine recht stabile Gesundheit. Oft haben sie aber Angst, daß sie ihre Lebenskraft vergeuden könnten, weshalb sie stets egoistisch darauf bedacht sind, für sich das Beste herauszuholen.

Zum Yang tendieren eher Schwein, Tiger, Drache, Schlange, Pferd, Ziege und Hahn. Sie sind nicht ganz so stabil, geben sich aber gegenüber jedermann freudlich und hilfsbereit. Sie wollen unabhängig entscheiden und durchsetzen können, was sie einmal geplant haben.
Ausnahme bildet der Affe: Menschen diesen Zeichens sind nicht eindeutig zuzuordnen. Sie tendieren entweder zu Yin(g) oder zu Yang.

Jedes Jahr zum chinesischen Neujahr (zweiter, in seltenen Fällen dritter Neumond nach der Wintersonnenwende, also zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar), wechselt die Bezeichnung des Jahres zyklisch nach dieser Namensliste.

 

Jahreszeitliche Einflüsse und Verschiebungen

Auch die Jahreszeiten habe eine nicht zu unterschätzende Bedeutung auf das Wesen eines Menschen.

Wer im Frühling geboren wurde, ist voller Energie, so wie der Frühling für das Erwachen neuen Lebens steht. Wer im Frühling geboren wurde, ist auf aufgeschlossener und entschieden selbstbewußter als die Wintertypen. Sie sprechen auf die schönen Dinge des Lebens an.

Wer im Sommer Geburtstag hat, ist ein sonniger Typ, voller Wärme. Oft handelt es sich um sogenannte “Lichtgestalten”, die ein Vorbild für andere werden.

Die im Herbst geborenen sind reifer als alle anderen, aber auch mehr in sich gekehrt. Sie planen viel und ausgiebig, aber gerade deshalb werden des öfteren ihre Pläne nicht durchführen können. Mangelnde Willensschwäche hindert sie an der praktischen Durchführung ihrer Entschlüsse. Auch die Tendenz, zu viele Wenn und Aber zu entwickeln, hindern sie an der Durchführung.

Im Winter geborene Menschen stellen den ruhenden Pol dar, das Schöpfen von Kraft. Sie sind jedoch gerne in sich gekehrt, Aufgeschlossenheit kostet Überwindung. Mangelndes Selbstbewußtsein und Selbstzweifel gehören nicht selten zu den dunklen Seiten ihres Wesens.

 

Seit dem 7. Februar 2008 befinden wir uns im Jahr der Ratte.

Am 26. Januar 2009 beginnt das Jahr des Büffels, es endet am 13. Februar 2010.

 

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