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Lenormand

 

Marie Anne Lenormand (1772 - 1843) - die Sybille von Paris          

 

Lenormanddeck (36 Karten)

 Kartenbilder

 

Hier können Sie erfahren, wer die "Madame Lenormand" oder auch genannt "die Sybille von Paris" war und mit welchen Karten sie gearbeitet hat. Sie können auch gleich von unseren erfahrenen Beraterinnen und Berater die Karten legen lassen.

Lebensgeschichte

Madame Anne Lenormand

Die Lebensgeschichte der Marie Anne Lenormand liest sich wie ein spannender Roman: Marie Anne Adelaide Lenormand wurde als Tochter von insgesamt drei Kindern des Ehepaares Lenormand am am 27. Mai 1772 geboren und muß schon zu Lebzeiten sehr bekannt gewesen sein.

Im Geburtsregister der Stadt Alençon gibt es zwei Eintragungen mit dem Name Marie Anne: einen am 16. September 1768 und am 27. Mai 1772. Bei dem Mädchen das im Jahre 1768 geboren wurde, handelte es sich jedoch um Marie-Annes Schwester, ein Baby, das bereits kurz nach der Geburt verstorben war. Marie Anne Lenormands Mutter Anne-Marie Gilbert nannte ihr zweites Mädchen wiederum Marie-Anne, man glaubte damals, dass die Seele des verstorbenen ersten Kindes im Zweitgeborenen weiterleben würde, wenn es denselben Namen bekäme.

Nach ihr soll es noch 2 Kinder gegeben haben, allerdings ist nur belegt, dass ein Bruder gelebt hat. Beide Eltern sterben, als Marianne noch ein Kind ist. Die Verwandten stecken das Mädchen, weil Marie Anne als rebellisch galt, in eine Klosterschule.

So verbrachte einige Jahre in der Klosterschule. Mit 14 Jahren gelangt Marie Anne, in ihrer Zeit für ein junges Mädchen kaum vorstellbar, auf Umwegen nach Paris und erhält Unterricht in Astrologie und Mathematik und eine Einführung in die Kabbala.  Schon sehr früh verfügte sie über hellseherische Fähigkeiten, erlernte dann dazu das Handlesen und Kartenlegen. Nur ein Jahr später führt ihr Weg nach London, wo sie nicht nur ihre umfangreichen Studien vertieft, sondern sich schnell als Wahrsagerin einen Namen macht. Doch auch London ist nur eine kurze Station. Dort legte sie wie andere auch die Karten, da Kartenlegen sich zu einer salonfähigen Amusementbeschäftigung entwickelte.

Ab 1797 wohnt Marie Anne in der Rue de Tournon in Paris, von wo sie als professionelle Wahrsagerin arbeitete. Sie traf auf wichtige, hochangesehene Personen ihres Zeitalters, sie sagte ihnen mit ihren Karten voraus und erhielt selbst hohes Ansehen. Schon bald trifft sich die gehobene Pariser Gesellschaft bei ihr. Aber nicht nur Angehörige der besseren Gesellschaft gehören zu ihren Klienten. Menschen aus allen Schichten suchen ihre Beratung. Die längste Zeit ihres insgesamt 72 Jahre währenden Lebens verbringt Marie Anne Lenormand danach in Paris, von wo aus ihre Künste sie bis zu Napoleon und andere führende Herrscherhäuser Europas bringen. 

Im Jahre 1830, nach der Julirevolution zog sich Marie Anne Lenormand in ihr Privatleben zurück und genoss ihren Reichtum. Am 25. Juni 1843 starb sie wahrscheinlich durch einen Kunstfehler eines Arztes.

Völlig unüblich für ihre Zeit bleibt Marie Anne unverheiratet. Ihre Fähigkeiten bringen ihr unter ihren Zeitgenossen nicht nur Ruhm, sondern auch immer wieder Anfeindungen. Doch selbst trotz Gefängnisaufenthalten bleibt sie ihrer Berufung immer treu, bringt es zu einem Vermögen und bleibt als "Sybille von Paris" eine der größten Wahrsagerinnen aller Zeiten!

Die Karten

Lenormandkarten sind Wahrsagekarten, die nach Marie Anne Adeláide Lenormand benannt sind. Es wird gerne behauptet, dass Marie Lenormand die Schöpferin der Karten sei. Das "kleine", heute fast ausschließlich benutzte Lenormanddeck (36 Karten) erweist sich aber schon durch den biedermeierlichen Stil als Produkt des frühen 19. Jahrhunderts. Die "großen" Lenormandkarten (54 Karten) gehen vermutlich auf Tarotkarten von Etteilla zurück, dessen Karten Marie Anne Lenormand benutzt hatte. Die Erstveröffentlichung der Karten erfolgte erst nach ihrem Tod.

Neben dem Tarot sind die Lenormand die beliebtesten Karten zur Weissagung mittels Kartenlegen.

Das "Grand jeu de Mlle Lenormand" erschien 2 Jahre nach ihrem Tod im Jahre 1843 und wurde zusammen mit einer Kollektion von 5 Büchern verkauft. Die Verfasserin benutzte das Pseudonym "Mme la comtesse de ***" und der Verlag gab keinen Namen, sondern nur eine Adresse "46 rue Vivienne". Das Spiel hatte 54 Karten, darin enthalten eine weibliche und eine männliche Karte für den Konsultanten. Der Inhalt der 5 Bücher war recht umfassend, Astrologie, Chiromantie und andere Orakelformen wurden behandelt. Die Kartenbilder des großen Spiels, des "astromythologischen Decks", zeigen Szenen aus der griechischen Mythologie, Sternbilder, Geomantie, 22 Buchstaben (Kabbala), 7 Talismane, Skatkarten und jeweils eine Blume (Blumensprache). Eine Variation der Karten (diesmal mit 55 Karten) wurde ca. 1850 in Deutschland von dem Verlag J.F. Aug. Reiff unter dem Namen "Wahrsage-Karten der berühmten Mlle Le Normand" produziert.

Ebenfalls ca. 1850 erschien das "Petit Lenormand" mit 36 Karten. Dieser Spieltypus wurde niemals in Frankreich produziert, fand aber Gestaltung bei Kartenmachern in Deutschland, Österreich, Belgien und in der Schweiz. Detlev Hoffmann hat 1972 nachgewiesen, dass das Spiel auf "Das Spiel der Hofnung, mit einer neuen Figurenkarten von 36 illum. Blättern. 2. verbesserte Auflage" (erschienen ca. 1800 bei G.P.J. Bieling in Nürnberg) zurückgeht, wobei dieses Spiel nur in der Zweitverwendung als Wahrsagespiel gedacht und eigentlich ein Rennspiel mit 2 Würfeln war, bei dem die Karten in der Reihenfolge von 1-36 ausgelegt und bespielt wurden (einzelne Zellen hatten glückliche oder unglückliche Bedeutung wie bei anderen Rennspielen). Symbole und Ziffern waren die gleichen wie beim "kleinen Lenormond", jedes Symbol war mit einem Miniatur-Kartenblatt (entweder das Ansbauer Blatt oder Bayrisch-Pariser Blatt) ergänzt. Bei dem im Anhang beschriebenen Wahrsagesystem wurden nur 32 Blatt verwendet.

Jede der Karten enthält neben Bildsymbolen, meist in biedermeierlicher Gestaltung (z. B. Reiter, Haus, Blumenstrauß usw.), auch die Abbildung einer üblichen Spielkarte im Kleinformat mit den französischen Farben. In einigen Ausgaben ist das Kartenbild durch einen Vers ersetzt, der den Kern der Kartenaussage formulieren soll.

Das kleine Deck mit 36 Karten ist im deutschsprachigen Raum verbreiteter. (Quelle: Wikipedia)

Beim Auslegen des sogenannten großen Blatts wird die Lage der einzelnen Karte (vor allem in Bezug zur Personenkarte) und ihre Verbindung zu den jeweiligen Nachbarkarten gedeutet. Auf diese Weise lassen sich oft präzise Zukunftsvoraussagen für die verschiedenen Lebensbereiche wie Liebe, Familie, Freundschaft, Gesundheit, Geld usw. treffen. Spezielle Fragen können durch separate Legemethoden detailliert beantwortet werden.

Wenn Sie wissen möchten, was die Karten der Madame Lenormand über Ihre Zukunft aussagen, können Sie gleich bei unseren Experten beraten lassen.

  Hier kommen Sie weiter zu den Karten des kleinen Lenormanddecks des Urania Verlages Neuhausen CH